Die Sonne scheint mir – auf die Tiddis.

Die Sonne scheint, Herbstlichtduftundwind in der Luft, aber nicht zu kalt.

Er lümmelt auf dem Sessel auf dem Balkon, fläzt sich, räkelt sich. Entspannt sich. Sonnenbrille auf der Nase, die Füsse in den Hausschuhen, die Kippe im Mundwinkel. Breitbeinig, ohne Hose sitzt er da, ich auf seinem Schoss. Ich blicke vom Balkon über die Stadt, höre Menschen lachen, Autos fahren und hupen, sehe Hunde nach Dingen schnüffeln und all so weiter. Ich grinse in mich rein, während ich breitbeinig auf seinem Schoss sitze. Nackt. Ohne Sonnenbrille.

Genüsslich reibt er seinen Schwanzkopf an meiner Klit. Meine Schamlippen saugen an ihm, ich habe immer das Bild von einer Schnecke im Kopf die sich langsam an etwas fest saugt, klebrig, warm, feucht. (Notiz an alle: ich bin im übrigen durch mit meinen Gedanken zum Thema Schamlippenverkleinerung. Ich bin vielleicht Porno, aber ich spiele in keinem mit also was soll,s. Soll die Schnecke schnecken). Zurück zum geilen Geschehen auf dem Balkon: Ich liebe das. Schwanzkopf-Schnecken-Spiele. Ich finde es einfach unheimlich geil, dieses Gefühl, er könnte in mir sein aber neeein. Lieber gleitet er, oder gleite ich?, genüsslich, glitschig, heiss auf und ab.

Ich bewege mich, nicht viel, ich will ihn nicht in mir verschwinden lassen. Ich weiss er grinst mir auf den Rücken. Ich grinse auch und winke. Einfach so. Ich glaube nicht, dass jemand hoch schaut und trotzdem fühle ich mich so extrem nackt. Ich strecke die Arme über den Kopf, sehe nach oben, die Sonne scheint mir auf die Brüste, warm. Schön warm.

Die Schnecke hat sich endgültig in den stahlharten Schwanzschaft verliebt. Schmatzend. Saugend. Gleitend.

Er schnippt die Kippe vom Balkon, ich seh ihr nach und er kneift mir hart in die Brustwarze. Die rechte.

Ich juchze, er spritzt mir stöhnend auf den Flausch. Ich lehne mich zurück, er umarmt mich, es läuft mir die Beine runter. Klebrig. Nass. Erst warm, dann kalt. Ein bisschen ich, ein bisschen er.

Und während er mir die Nippel kneift, nippe ich an meinem Tee und siniere, dass es kaum was geileres als einen Großstadtbalkon gibt. Jetzt so gerade.

Wie man schießen lernt.

Ich fragte ihn, ob er mir zeigt wie man schießt. Er grinste und sagte „anytime“. Auf den Weg zum ausgewählten Ort für das obligatorische Dosenmassaker, der Truck schaukelt, Fread Eaglesmith im Radio, er grinst, ich sehe aus dem Fenster. Die Sonne steht schon tief, ich fühle mich frei.

Angekommen. Wir steigen aus, bauen die Dosen auf, er erzählt mir jede Menge Dinge, ich höre kaum zu.

„Let´s do this naked“ – meint er, ich lache. „Hell yeah, we totally should do that“ erwiedere ich. Nackt stehen wir zwischen Bäumen. Nackt bis auf die Schuhe. Es ist so still, ich höre ihn atmen als er hinter mir steht.

Ich drehe mich nicht um, er sagt kein Wort und küsst meinen Nacken. Plötzlich dreht er sich weg und kümmert sich um das Gewehr, ich stelle mir vor was wir tun würden wenn jetzt ein Bär oder so kommen würde. Wir knippsen ein paar Bilder, Holzfällerhemd, nackt, Gewehr. Wir lachen und albern.

Nach ein paar Übungen und Schockmomenten greift er mich plötzlich, gerade als ich mir die Hose anziehen will. Er drückt mich gegen einen Baum, trockene Rinde. Es riecht wie irgendwas schönes und gleichzeitig wie irgendwas modriges. Er atmet mir hinter das Ohr. „I knew it“ sagt er. Einfach so. Ich seufze.

Ich erwarte, dass er hart in mich eindringt, was nicht geschieht. Stattdessen hält drückt er meinen Hals von hinten gegen den Baum, ich keuche. Mir ist schwindelig. „Please“ Ich könnte gerade zerfließen, wie schon so oft. „You like?“ Er lacht, laut. „You like that!“ Ich will gerade nicken und ein yes flüstern als er mir hart den Mund zuhält, grob zerrt er meine Beine auseinander, es rast hinter meinen Augen, er greift meine Hüfte und meine Schulter hält mich am Baum fest.

Meine Titten wackeln in der Position, mein Hemd weht. Er ist extrem hart und unter seiner Hand kann ich nur ein keuchen hervorbringen.

Kurz bevor er kommt zieht er seine Hand von meinem Gesicht weg und rammt mir seinen Daumen in den Arsch, ich zittere, er kommt. Ich falle auf die Knie.

Er haut mir auf den Arsch und lacht. „Come on, let´s get back. I show you how to shoot next time.“

Französisch. Und so. Après la Plui.

Glitzerficken. Mit Dir. Mit langem Vorspiel, Nachspiel, Zwischenspiel. A neverending story of Glitzerficken.

Du stellst die Gläser auf den Nachttisch, ich freue mich – habe Lust auf prickelndes perlen, in meinem Mund, meinen Hals. Ich schätze Deine Bestimmtheit. Ich will aus Dir trinken.

Es kommt anders. Jedes Mal kommt es anders.

Die zweite Runde, am nächsten Morgen. Im Bett. Die dritte dann, ich ersticke an meiner Lust – wir frühstücken. Ich weiss nicht was passierte, eben noch habe wir Zeitung gelesen. Ich Intellektuellen-Schlampe. Und im nächsten Moment knie ich vor Dir und will vergehen. Ich komme so hart, Du musst mich halten. Und ich will fallen.

Alles schwebt, an diesem Morgen, nichts um mich herum ist wirklich da. Meine Füsse sind nicht kalt, mein Kaffee schon – als ich, auf dem Stuhl sitzen meinen Kopf nach hinten kippen lasse – dein Schwanz in meinem Mund, ich will vergehen. Schon wieder, immer wieder will ich vergehen vor Dir, mit Dir, für Dich. Alles um mich rum schwebt. Endlose Zeitlosigkeit.

Ich drehe mich um, blicke zu Dir hoch. Gänsehaut, Du drückst meine Schultern nach unten, streichelst meinen Hinterkopf. Französisch. Denke ich. Dich in meinem Mund, nichts anderes denke ich. Als Du meinen Kopf festhältst, stärker festhältst, Dich in meinen Haaren verkrallst, ich seufze. Solange ich seufzen kann, ich stöhne, weil ich mich nicht beherrschen kann. Ich denke französisch.

Bei Tageslicht erröte ich bei den Gedanken an Deine Worte während ich Deinen Schwanz in meinem Mund trage. Bei Tageslicht habe ich immer kalte Füsse bei Dir und mag meinen Kaffee nicht wenn er kalt ist. Bei Tageslicht denke ich aber vielleicht, bitte, bitte fick meinen Mund.

Explosionen in meinem Kopf. Ich liebe französisch mit Dir. Ich liebe mich, wenn ich Dich schmecken kann, ich liebe mich, wenn ich zu Dir aufblicke, ich liebe Dich und mich, wenn Du mich so anblickst, dieser Fick-Blick. Diese herausfordernde Ernsthaftigkeit. Ich liebe uns sehr. Ich liebe unsere klischeefreie Freiheit, unseren unpornohaften Porno. Ich liebe unser Echt. Ich bin so echt mit Dir.

Ich liebe uns auch sehr im Anschluss, als ich breitbeinig, vornübergebeugt vor Dir stehe. Du mir die viel zu große Pyjamahose etwas runterziehst, ich streck Dir meinen Arsch entgegen und Du schlägst zu, ich vergehe. Wieder einmal. Meine Armen fangen auf was meine Knie nicht können. Jeder Schlag lässt mich zittern, Du findest, wie immer, das richtige Maß. In jeder Situation weißt Du was ich brauche. Ich blicke nach unten. Sehe meine nackten Füsse die immer noch nicht kalt sind und warte auf den nächsten Schlag.

Explosionen. In meinem Kopf.

 

 

 

 

 

 

Alles nur in meinem Kopf.

Ein Gespräch. Virtuell. Mit einem Freund.

„So wie Du rumeierst denke ich, ich muss Dir sagen was Du zu tun hast“

– „Ehm. Soso! Bring it on.“

– „Ok, es tut mir leid.“ 

„Natürlich tut Dir das leid. Du wirst es wieder gut machen. Montag sollte zeitlich klappen. Und zieh Dir was nettes an ich will was zum gucken haben“.

 

Er weiß nichts. Und ich fühle mich als würde er alles sehen.

 

Die Sache mit dem Safeword

Lieber L.,

was für ein Wochenende liegt hinter uns … alleine über Freitagnacht bis Samstagmittag könnte ich so viel sagen. Ich bin in erster Linie so dankbar dafür, dass Du warst als ich dachte *jetzt hab ich alles versaut* und Du mit unglaublicher Geduld und Ruhe mich hast kommen lassen, mich hast machen lassen was ich wollte und Dich dennoch nicht von mir abgewendet hast. Ich hab Dich so bewundert, nein ich bewundere Dich immer noch, Kelly in mir bewundert Deine Stärke sehr. Sehrsehrsehr. Vieltausendmalsehr.

Sonntag jedenfalls. Oh man. Wir haben endlich, gestern abend darüber reden-schreiben können. Und wir beide wussten, dass es zuviel war. Ich will versuchen Dir zu erklären warum ich das nicht abgebrochen habe, ich war gestern nämlich wirklich traurig weil Du betroffen warst, dass ich es nicht abgebrochen habe. Was für ein beschissener Gedankenteufelskreis ist das denn?

Als ich da so lag, von Dir weggedreht, nicht in der Lage Dir in´s Gesicht zu sehen oder zu sprechen – da wusste ich gerade wirklich nicht was ich machen soll. Danke, dass Du nicht mit mir gesprochen hast weil ich es in dem Moment wirklich nicht ertragen hätte Deine RL Stimme zu hören. Ich war so berührt, so erschüttert irgendwie dass ich an gar nichts denken konnte. Sonst wäre ich auch nicht gleich eingeschlafen als ich in´s Bett gegangen bin. Auch hier, danke, dass Du mitgekommen bist.

Warum habe ich es also nicht abgebrochen? 

Ich habe gestern gesagt, ich hatte Angst etwas kaputt zu machen. Zwischen uns. Als hätte ich in dem Moment wo ich es sage, gleichzeitig gezeigt, dass ich es überhaupt nicht will. Da ist eine große Ambivalenz für mich da. Ich verstehe ja, dass es für uns beide Regeln gibt und zurecht erwartest Du, dass ich meine auch einhalte. Es ist für mich als Mensch auch sehr nachvollziehbar wenn Du sagst „Ich will Dir nicht wehtun“, in RL schmunzeln wir, ich nenne Dich grinsend einen Lügner. Aber ich weiß schon was Du meinst. Aber unter Dir kann ich generell mit Deiner Besorgnis nicht umgehen, da will ich mich hingeben, zerfließen, Dir gehören, für Dich da sein. Und darum fällt es mir RL leicht, zu sagen, dass ich weiss was ich machen muss damit Du aufhörst. Und ja, ich weiss, dass „Hör auf“, „Stop“ und „Nein“ nicht dazu gehören. Aber es fällt mir vieltausendmal schwerer wenn wir nicht RL sind.

Am Sonntag habe ich vllt. auch doch auf den Kick gewartet, wie als wenn man einfach weiter isst in der Hoffnung, dass es doch noch richtig lecker wird und man danach satt und zufrieden ist. Hat nicht geklappt. Weder für Dich, noch für mich.

Es ist für mich selbst auch erstaunlich, ehrlich gesagt. Aber es macht mir keine Angst, falls Du das denken solltest. Ich hoffe eigentlich eh immer, dass Du weisst was genug ist, was ich brauche, wie viel und wie lange ich was brauche. Aber ich weiss natürlich auch, dass Du nur ein Mensch bist und nicht immer alles wissen kannst obwohl Du schon so viel über mich weisst und ich verspreche Dir, mehr auf mich zu hören und zu versuchen, dass sowas nicht mehr passiert.

Ich küsse Deine Hände.

K.

 

Romantik & Tränen

Ich lass mal Poesie weg und will einfach die Gedanken zu dieser crazy, arty night aufschreiben. Verzeih mir die Anglizismen.

 

Diese Stimmung hat mich so angemacht, wie wir uns zusammen Kunst angesehen haben. Beeindruckt waren, gestaunt, zugehört, geguckt haben. Es war wunderbar. Vielleicht waren da sogar ein paar Herzchen. Ich weiss – Romantik und bla bla und ich bin diejenige die die ganze Zeit lacht und sagt „Jetzt ist aber gut hier mit der ganzen Romantik und so!“. Mhm. Und trotzdem hing ich die ganze Zeit an Dir.

 

Dann fahren wir nach Hause, also zu mir. Ich hab Dir ja sogar lachend gesagt, dass ich fast davor war Dir einen Zahnbürstenplatz bei mir einzuräumen. Dann hättest Du nicht nur mein WLAN Passwort sondern auch noch eine Zahnbürste bei mir. Das wäre schon echt ganz schön krass nah.

 

Ich glaube wir haben uns gestern auch das erste Mal erst für´s Bett fertig gemacht und dann angefangen. Das fällt mir gerade ein, na. Es war ja nicht geplant. Nie. Es steht nur immer im Raum, diese Option. Das macht mich auch so unwahrscheinlich an.

 

Reflektion, Reflektion – nach all dem romantic shit mit lustwandeln und unbeschwert sein also diese andere Facette zwischen uns, die Spielerei, die Lust, das Beben und Zittern. Meines zumindest.

 

Merkst Du wie ich versuche mich drumrum zu winden obwohl ich darüber schreiben will?

Du schlägst mir also ins Gesicht. Ein paarmal. Und ich will mehr-weniger, weniger-mehr, der Grund warum Du entscheidest ist sicherlich, dass ich nur verzückt-erregt bin. Keine Entscheidung möglich. Wenn eine möglich ist und ich Dich um mehr bitte, gibst Du mir mehr. Zielsicher. Treffsicher. Ich bewundere wirklich wie treffsicher und souverän Deine Handhaltung ist. Ja und was ist dann passiert? Ich hab einfach angefangen zu weinen. Ich hab das erst bemerkt als mir die Tränen das Gesicht runter liefen. Zum Glück sind wir so cool, zusammen, dass alles gar kein Drama war. Rückblickend hätte ich nämlich Sorge gehabt, dass Du plötzlich Angst kriegst und irgendwie wäre dann alles eskaliert, glaube ich. Stattdessen war alles easy zwischen uns.

 

Heute morgen hab ich dann ja auch selber darüber nachgedacht, ich war nur noch müde gestern. Ich habe nicht negativ-geweint, es war eigentlich sogar ziemlich lösend, das ist weinend ja immer. Und wie ich Dir mitteilte suche ich diesen emotionalen Knock-Out also warum nicht weinen? Let loose heisst ja nicht immer nur ekstatisches Gestöhne.

 

Ich bin Dir sehr dankbar für Deine Stärke.

 

Mein Fazit: Ich glaube wir sollten das Licht anlassen.

In your face!

Wenn ich über das Thema Schmerzen und Sex nachdenke oder schreiben will, dann verfalle ich häufig in ein poetisches Gesäusel, berauschtes Wirren und verzückte Schönmalerei. Das ist schön, ich finde es jedenfalls schön denn es zeigt wie sehr es mich berührt.

Aber manchmal muss man sich auch anders mit Dingen auseinander setzen.

Einmal hast Du mir geschrieben, Du warst kurz davor mir eine zu knallen als ich Dir den Rücken zerkratzt habe. Und ich habe mich so über meine Reaktion gewundert als ich nicht etwa als erstes dachte „Was? Wie bitte?“ sondern Dich fragte warum Du es nicht getan hast.

Plötzlich war es reizvoll. Auch wenn mir mal darüber gesprochen haben, jeder Mensch trägt halt Narben mit sich rum. Es stand dann zwischen uns und hing in der Luft.

Das erste Mal habe war ich kurz davor Dich anzubetteln mich in´s Gesicht zu schlagen. Immer wieder habe ich Deine Hand, die auf meinem Gesicht lag geküsst und festgehalten. Wir haben sowieso gespielt. Und als Deine Hand das erste Mal fester mein Gesicht küsste tobte in mir so viel. Und es machte mich unfassbar geil.

Wir haben das nicht so weitergeführt, ich glaube in dem Moment war es einfach auch so unglaublich intensiv und wir hatten den Abend eh schon mehrere Erste Male erlebt so dass wir es dabei beließen.

Was ist es, dass einen so reizt? 

Gestern hast Du fester zugeschlagen. Ohne Vorspiel, und ich war so perplex – dieses Brennen im Kopf. Das ist wieder so ein Gefühl wo man einfach wegschwebt, nochmal hast Du geschlagen und ich bewundere Dich so für Deine Bestimmtheit und gleichzeitig weisst Du genau wie weit Du gehen kannst. Eine Weile spürte ich Deine Hand noch auf meinem Gesicht obwohl Du mich schon lange im Arm gehalten hast.

Für mich ist ein Schlag in´s Gesicht definitiv ein weiter Schritt in eine Richtung die mich extrem anzieht. Von der ich mehr will. Noch viel mehr.

Das interessante für mich dabei ist, dass ich mich nicht schlagen lasse. Ich glaube ich würde jeden Menschen der versucht mir weh zu tun in Stücke reißen, ich habe so viel Wut in mir und wenn das einmal ausbricht würde ich selber ungerne in meiner Nähe sein wollen. Der Unterschied liegt vielleicht im Detail, will ich jemanden fordern oder will ich jemanden verletzten? Jemanden mit dem Vorsatz ihm weh zu tun in´s Gesicht zu schlagen ist gemein. Das tut weh. Aber jemanden herauszufordern, im Spiel, das ist erregend.

Der Geist hat irgendwie ganz schön viele Facetten auf Lager. Für mich kommt da neben der spielerischen Provokation noch mehr hinzu und das ist so ein loslassen und sich gehen lassen wollen. Wenn man so frei aufwächst und alles machen kann was man will, dann will man immer mehr. Wenn es für meine Oma vielleicht ein Mega Kick war nackt auf einer Wiese zu liegen, dann ist es mein Kick mich in´s Gesicht schlagen zu lassen und mich zu bedanken während mir die Tränen die Wangen runterrollen.  Ich will mich selber dabei sehen, ich stell mich mir in einem Porno vor – mein eigenes Bild erregt mich. Sicherlich auch, weil es so ungeschminkt ist. Wenn ich mich lecken lasse kann ich soviel Show abziehen – mein Gegenüber würde nicht wissen ob das echt oder gespielt ist. Aber wenn ich mich schlagen lasse habe ich keine Luft für Show. Das ist ungeschminkt. Echt.

Diese immer-weiter-immer-mehr Spirale ist auf der einen Seite geil, auf der anderen auch gefährlich. Ich denke schon, dass es Grenzen gibt. Und vllt. Ist es auch so wie mit leckerem Kuchen, wenn man ihn jeden Tag isst schmeckt er irgendwann nicht mehr so mega geil.

Aber bis mir dieser Kuchen nicht mehr schmeckt dauert es echt noch ne Weile.

Schwebezustand. Wie es ist geschlagen zu werden.

Ich liege auf dem Bauch vor Dir, meinen Kopf zwischen meinen Armen versteckt – Du holst aus und schlägst zu. Fest. Hart. Intensiv. Mein Kopf schreit. Der erste Schlag ist immer überraschend. Nach dem atmen kommt etwas was ich innerlichen Frieden nenne. Aber dafür ist nicht genug Zeit, denn Du schlägst wieder zu. Und noch mal. Und noch mal. Rechts. Rechts Rechts. Rechts. Links. Rechts. Ich schreie auf. Ich will weg und gleichzeitig will ich versinken, meine Haut brennt.

 

Ich kann mich Dir nur entgegen recken, obwohl es schmerzt, obwohl meine Haut brennt, obwohl mein Herz rast, aber jedes Mal nachdem Du zugeschlagen hast sinke ich tiefer, ich schwebe-falle irgendwohin wo es still ist, dunkel, sternenzeug und so womöglich. Mein Rausch.

 

Ein andern Mal, Ich liege vor Dir, blicke Dir ins Gesicht und es kommt wirklich überraschend, Du schlägst mir auf die Brust. Gar nicht so hart, aber ich bin so erstaunt, das Gefühl ist so anders. Mein Kopf versucht sich irgendwie zu entscheiden zwischen Scham und Demut. Du schlägst mich und ich will Dir danken, ich bin kurz davor zu weinen. Du schlägst fester, hältst meine Handgelenke über meinen Kopf fest und Du blickst wieder so unendlich in mich. Dieser Blick, ich bete diesen Blick so an. Ich fühle mich nackt. Nackter. Am nacktesten. Und wieder schlägst Du hart. Diesmal schreie ich vor Schmerz und Du weisst das. Aber Du hörst nicht auf, Du kniest über mir, hast meine Hände fixiert, mein Gesicht vor Schmerz verzerrt aber ich muss unglaublich unter Dir stöhnen. Und ich falle wieder, ich will „hör auf hör auf hör bitte auf“ rufen und gleichzeitig will ich Dich provozieren, will was tun damit Du noch mal zuschlägst. Will Dich anbetteln mir weh zu tun, Dir in´s Ohr flüstern „Bitte bitte tu mir weh“.

 

Du schlägst und ich rausche, in meinem Kopf rauscht es, in meinem Bauch rauscht es, je mehr Schmerz desto weniger Gedanken. Ich kann nicht denken, ich fühle nur, ich liege vor Dir, weine fast, ich lass mich gehen, ich kann mich überhaupt nicht kontrollieren und bin genau da wo es mir gut geht. Unter Dir. Berauscht. Weggetreten. Völlig Dein.

Gedanken zum atmen

Deine Hände an meinem Hals, Du streichelst mir das Gesicht, ich lege mich rein. Hart drehst Du mich auf den Rücken, ich seufze, stöhne leise vor mich hin.
Ich will nach Dir greifen – Du umschließt bestimmt meine Handgelenke und drehst mir schnell die Hände weg. Ich bäume mich auf, wehre mich, Du packst härter zu und ich meinem Kopf seufzt alles nur noch.
Du kniest über mir, ich blicke Dich herausfordernd an. Schwer atmend. Ernst und streng schaust Du mir ins Gesicht, Du spielst mit mir, Du lässt mich warten, zappeln. Du kniest Dich auf meine Unterarme, sie schmerzen, drücken sich gegen die Matratze die sich hart und heiss anfühlt.
„Was brauchst Du?“ flüsterst Du. Du blickst mich an, so intensiv, Du guckst in mich rein und ich könnte weinen. Ich kann nur atmen, Deine rechte Hand an meinem Hals, mit deiner linken ziehst Du an meiner Brustwarze.
„Mhm?“ Auffordernd und herausfordernd blickst Du mich an. Ich würde mich gerne manchmal mit Deinen Augen sehen. „Mehr? Willst du mehr?“ Ich kann nicht antworten, denn Du drückst zu. Mit einer Hand, mit beiden Händen. Verlagerst Dein Gewicht auf meinen schmerzenden Handgelenken – ich seufze, ächze, vielmehr noch ich stöhne, ich werde so nass – auch mein Kopf schwimmt.
Mein Herz hämmert, es dröhnt in mir, ich atme flach, schnell – wie ein Kolibri mit den Flügeln schlägt. Und immer lässt Du los, ich weiß es, ich vertraue Dir, so hart Du zudrückst, so lange Du mich fixierst, so sehr weiß ich, dass Du mir niemals schaden würdest. Du forderst mich, jedes Mal, Du ziehst mich aus so nackt wie ich noch nie vor jemandem war. Es ist kein Platz Scham, weil mein Denken auf meine Luft fokussiert ist. Atmen ist alles was ich denken kann, ich atme wenn Du mich atmen lässt. Wenn Deine Hände meine Kehle loslassen oder von meinen Lippen gleiten, wenn Du Dich zu mir runterbeugst, hektisch ziehe ich noch die Luft ein und Du küsst mich voller Sanftheit und ganz ruhig während mein Puls nur langsam ruhiger wird.