Doktorspiele.

Hot or Not?

 

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Harte Kerle, weiche Frauen. Vom bestimmen und bestimmt werden.

Ich mache mir Gedanken, wieder mal. Denn eine Sache macht mir gedanklich gerade ziemlich an. Ich denke viel über männliche Dominanz nach und stelle mir vor, male mir aus, wie sich meine zukünftigen Ausflüge in diese Richtung gestalten sollen. Ich arbeite sogar an einer Art „How to slap Kelly“ Anleitung in dem ich beschreibe was ich suche und mir wünsche, in der Hoffnung natürlich den passenden dafür zu finden.

Jedenfalls, während ich versuche das zu sortieren und in Ordnung zu bringen flattern mir immer wieder andere Gedanken in den Kopf. Frauen. Es ist nicht so, dass ich Frauen bisher doof fand. Im Gegenteil. I had my share, actually. Da ich aber die wundervolle, glitzerbunte Farbenwelt von blauen Flecken und echten Schreien jetzt kennen gelernt habe finde ich Frauen noch mal ganz anders anziehen. Jetzt aber obacht denn wir kommen zu dem Punkt an dem ich verwirrt bin. Ich will nicht von einer Frau bestimmt werden. Ich stehe hart auf männliche Dominanz, aber ich male mir aus wie unglaublich schön es wäre eine Frau zu bestimmen. So ein weiches, sensibles Wesen. Ich stelle mir vor, wie sie zu mir hochblickt, mich treu anschaut, ergeben. Mir gefallen will, ihr Bestes gibt. Ihr Innerstes. Kurzum, in diesem Spiel will ICH den Ton angeben.

Tja. Noch vor kurzem schmunzelte ich wenn ich als Orientierung in Foren „Switch“ sah und dachte mir, ja was denn nun… entweder willste unten liegen oder oben stehen. Aber jetzt stelle ich fest, dass es durchaus zwei Seiten gibt. Ich würde es nicht genießen mich alleinig von einer Frau führen zu lassen aber im Umkehrschluss würde ich es extrem genießen eine Frau zu meinen Füssen liegen zu haben. Verrückt. Verrückt? Ich weiss es nicht und hätte so gerne Feedback dazu damit ich mich dazu austauschen kann.

Wie man schießen lernt.

Ich fragte ihn, ob er mir zeigt wie man schießt. Er grinste und sagte „anytime“. Auf den Weg zum ausgewählten Ort für das obligatorische Dosenmassaker, der Truck schaukelt, Fread Eaglesmith im Radio, er grinst, ich sehe aus dem Fenster. Die Sonne steht schon tief, ich fühle mich frei.

Angekommen. Wir steigen aus, bauen die Dosen auf, er erzählt mir jede Menge Dinge, ich höre kaum zu.

„Let´s do this naked“ – meint er, ich lache. „Hell yeah, we totally should do that“ erwiedere ich. Nackt stehen wir zwischen Bäumen. Nackt bis auf die Schuhe. Es ist so still, ich höre ihn atmen als er hinter mir steht.

Ich drehe mich nicht um, er sagt kein Wort und küsst meinen Nacken. Plötzlich dreht er sich weg und kümmert sich um das Gewehr, ich stelle mir vor was wir tun würden wenn jetzt ein Bär oder so kommen würde. Wir knippsen ein paar Bilder, Holzfällerhemd, nackt, Gewehr. Wir lachen und albern.

Nach ein paar Übungen und Schockmomenten greift er mich plötzlich, gerade als ich mir die Hose anziehen will. Er drückt mich gegen einen Baum, trockene Rinde. Es riecht wie irgendwas schönes und gleichzeitig wie irgendwas modriges. Er atmet mir hinter das Ohr. „I knew it“ sagt er. Einfach so. Ich seufze.

Ich erwarte, dass er hart in mich eindringt, was nicht geschieht. Stattdessen hält drückt er meinen Hals von hinten gegen den Baum, ich keuche. Mir ist schwindelig. „Please“ Ich könnte gerade zerfließen, wie schon so oft. „You like?“ Er lacht, laut. „You like that!“ Ich will gerade nicken und ein yes flüstern als er mir hart den Mund zuhält, grob zerrt er meine Beine auseinander, es rast hinter meinen Augen, er greift meine Hüfte und meine Schulter hält mich am Baum fest.

Meine Titten wackeln in der Position, mein Hemd weht. Er ist extrem hart und unter seiner Hand kann ich nur ein keuchen hervorbringen.

Kurz bevor er kommt zieht er seine Hand von meinem Gesicht weg und rammt mir seinen Daumen in den Arsch, ich zittere, er kommt. Ich falle auf die Knie.

Er haut mir auf den Arsch und lacht. „Come on, let´s get back. I show you how to shoot next time.“

Alles nur in meinem Kopf.

Ein Gespräch. Virtuell. Mit einem Freund.

„So wie Du rumeierst denke ich, ich muss Dir sagen was Du zu tun hast“

– „Ehm. Soso! Bring it on.“

– „Ok, es tut mir leid.“ 

„Natürlich tut Dir das leid. Du wirst es wieder gut machen. Montag sollte zeitlich klappen. Und zieh Dir was nettes an ich will was zum gucken haben“.

 

Er weiß nichts. Und ich fühle mich als würde er alles sehen.

 

Romantik & Tränen

Ich lass mal Poesie weg und will einfach die Gedanken zu dieser crazy, arty night aufschreiben. Verzeih mir die Anglizismen.

 

Diese Stimmung hat mich so angemacht, wie wir uns zusammen Kunst angesehen haben. Beeindruckt waren, gestaunt, zugehört, geguckt haben. Es war wunderbar. Vielleicht waren da sogar ein paar Herzchen. Ich weiss – Romantik und bla bla und ich bin diejenige die die ganze Zeit lacht und sagt „Jetzt ist aber gut hier mit der ganzen Romantik und so!“. Mhm. Und trotzdem hing ich die ganze Zeit an Dir.

 

Dann fahren wir nach Hause, also zu mir. Ich hab Dir ja sogar lachend gesagt, dass ich fast davor war Dir einen Zahnbürstenplatz bei mir einzuräumen. Dann hättest Du nicht nur mein WLAN Passwort sondern auch noch eine Zahnbürste bei mir. Das wäre schon echt ganz schön krass nah.

 

Ich glaube wir haben uns gestern auch das erste Mal erst für´s Bett fertig gemacht und dann angefangen. Das fällt mir gerade ein, na. Es war ja nicht geplant. Nie. Es steht nur immer im Raum, diese Option. Das macht mich auch so unwahrscheinlich an.

 

Reflektion, Reflektion – nach all dem romantic shit mit lustwandeln und unbeschwert sein also diese andere Facette zwischen uns, die Spielerei, die Lust, das Beben und Zittern. Meines zumindest.

 

Merkst Du wie ich versuche mich drumrum zu winden obwohl ich darüber schreiben will?

Du schlägst mir also ins Gesicht. Ein paarmal. Und ich will mehr-weniger, weniger-mehr, der Grund warum Du entscheidest ist sicherlich, dass ich nur verzückt-erregt bin. Keine Entscheidung möglich. Wenn eine möglich ist und ich Dich um mehr bitte, gibst Du mir mehr. Zielsicher. Treffsicher. Ich bewundere wirklich wie treffsicher und souverän Deine Handhaltung ist. Ja und was ist dann passiert? Ich hab einfach angefangen zu weinen. Ich hab das erst bemerkt als mir die Tränen das Gesicht runter liefen. Zum Glück sind wir so cool, zusammen, dass alles gar kein Drama war. Rückblickend hätte ich nämlich Sorge gehabt, dass Du plötzlich Angst kriegst und irgendwie wäre dann alles eskaliert, glaube ich. Stattdessen war alles easy zwischen uns.

 

Heute morgen hab ich dann ja auch selber darüber nachgedacht, ich war nur noch müde gestern. Ich habe nicht negativ-geweint, es war eigentlich sogar ziemlich lösend, das ist weinend ja immer. Und wie ich Dir mitteilte suche ich diesen emotionalen Knock-Out also warum nicht weinen? Let loose heisst ja nicht immer nur ekstatisches Gestöhne.

 

Ich bin Dir sehr dankbar für Deine Stärke.

 

Mein Fazit: Ich glaube wir sollten das Licht anlassen.