Glitzer-Nackt.

Noch nie habe ich mich so nackt und so schön-nackt, so sicher-nackt, so richtig-nackt, so glitzer-nackt wie mit Dir gefühlt. Wenn ich in Deinen Armen liege, vor Dir knie, Dich anblicke oder mein Gesicht wegdrehe, noch nie war ich so glitzer wie mit Dir. Ich mach die Beine breit, vor Dir, ich will so nackt-nackt sein wie noch nie zuvor, wenn ich, auf dem Rücken vor Dir liegend, Dir meinen Schritt entgegen recken, wenn ich Dir, rücklings vor Dir kniend, meinen Hintern präsentiere, wenn ich Dir, die Hände über mir Dir meine Brüste anbiete, wenn ich Dir, zitternd-bebend mein Gesicht hinhalte. Dann bin ich nackt. Nackter. Noch nackter. Ich genieße Deine Blicke, so ruhig und bestimmt, so streng und liebevoll, so souverän, Du kitzelst meine Sanftheit, Du leckst an meiner Seele, Du massierst meine Gedanken, Du bestimmst meine Nacktheit vor Dir.

Kein Raum für Scham, der Raum ist ausgefüllt mit Deiner bestimmten Zunge, mit Deinen fordernden Händen, Deinem gewissen Griff, Deinem Blick, Deinem fehlenden Lächeln. Wenn Dein Lächeln weg ist, Du die Augen leicht zusammenkneifst und herausfordernd öffnest, wenn Du flüsterst, wenn Deine Bewegungen langsam werden. Dann bin ich nackt. Vor Dir. Und nur vor Dir.

Alles könntest Du haben. Alle meine Nacktheit kannst Du haben.

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Französisch. Und so. Après la Plui.

Glitzerficken. Mit Dir. Mit langem Vorspiel, Nachspiel, Zwischenspiel. A neverending story of Glitzerficken.

Du stellst die Gläser auf den Nachttisch, ich freue mich – habe Lust auf prickelndes perlen, in meinem Mund, meinen Hals. Ich schätze Deine Bestimmtheit. Ich will aus Dir trinken.

Es kommt anders. Jedes Mal kommt es anders.

Die zweite Runde, am nächsten Morgen. Im Bett. Die dritte dann, ich ersticke an meiner Lust – wir frühstücken. Ich weiss nicht was passierte, eben noch habe wir Zeitung gelesen. Ich Intellektuellen-Schlampe. Und im nächsten Moment knie ich vor Dir und will vergehen. Ich komme so hart, Du musst mich halten. Und ich will fallen.

Alles schwebt, an diesem Morgen, nichts um mich herum ist wirklich da. Meine Füsse sind nicht kalt, mein Kaffee schon – als ich, auf dem Stuhl sitzen meinen Kopf nach hinten kippen lasse – dein Schwanz in meinem Mund, ich will vergehen. Schon wieder, immer wieder will ich vergehen vor Dir, mit Dir, für Dich. Alles um mich rum schwebt. Endlose Zeitlosigkeit.

Ich drehe mich um, blicke zu Dir hoch. Gänsehaut, Du drückst meine Schultern nach unten, streichelst meinen Hinterkopf. Französisch. Denke ich. Dich in meinem Mund, nichts anderes denke ich. Als Du meinen Kopf festhältst, stärker festhältst, Dich in meinen Haaren verkrallst, ich seufze. Solange ich seufzen kann, ich stöhne, weil ich mich nicht beherrschen kann. Ich denke französisch.

Bei Tageslicht erröte ich bei den Gedanken an Deine Worte während ich Deinen Schwanz in meinem Mund trage. Bei Tageslicht habe ich immer kalte Füsse bei Dir und mag meinen Kaffee nicht wenn er kalt ist. Bei Tageslicht denke ich aber vielleicht, bitte, bitte fick meinen Mund.

Explosionen in meinem Kopf. Ich liebe französisch mit Dir. Ich liebe mich, wenn ich Dich schmecken kann, ich liebe mich, wenn ich zu Dir aufblicke, ich liebe Dich und mich, wenn Du mich so anblickst, dieser Fick-Blick. Diese herausfordernde Ernsthaftigkeit. Ich liebe uns sehr. Ich liebe unsere klischeefreie Freiheit, unseren unpornohaften Porno. Ich liebe unser Echt. Ich bin so echt mit Dir.

Ich liebe uns auch sehr im Anschluss, als ich breitbeinig, vornübergebeugt vor Dir stehe. Du mir die viel zu große Pyjamahose etwas runterziehst, ich streck Dir meinen Arsch entgegen und Du schlägst zu, ich vergehe. Wieder einmal. Meine Armen fangen auf was meine Knie nicht können. Jeder Schlag lässt mich zittern, Du findest, wie immer, das richtige Maß. In jeder Situation weißt Du was ich brauche. Ich blicke nach unten. Sehe meine nackten Füsse die immer noch nicht kalt sind und warte auf den nächsten Schlag.

Explosionen. In meinem Kopf.

 

 

 

 

 

 

Alles nur in meinem Kopf.

Ein Gespräch. Virtuell. Mit einem Freund.

„So wie Du rumeierst denke ich, ich muss Dir sagen was Du zu tun hast“

– „Ehm. Soso! Bring it on.“

– „Ok, es tut mir leid.“ 

„Natürlich tut Dir das leid. Du wirst es wieder gut machen. Montag sollte zeitlich klappen. Und zieh Dir was nettes an ich will was zum gucken haben“.

 

Er weiß nichts. Und ich fühle mich als würde er alles sehen.

 

Die Sache mit dem Safeword

Lieber L.,

was für ein Wochenende liegt hinter uns … alleine über Freitagnacht bis Samstagmittag könnte ich so viel sagen. Ich bin in erster Linie so dankbar dafür, dass Du warst als ich dachte *jetzt hab ich alles versaut* und Du mit unglaublicher Geduld und Ruhe mich hast kommen lassen, mich hast machen lassen was ich wollte und Dich dennoch nicht von mir abgewendet hast. Ich hab Dich so bewundert, nein ich bewundere Dich immer noch, Kelly in mir bewundert Deine Stärke sehr. Sehrsehrsehr. Vieltausendmalsehr.

Sonntag jedenfalls. Oh man. Wir haben endlich, gestern abend darüber reden-schreiben können. Und wir beide wussten, dass es zuviel war. Ich will versuchen Dir zu erklären warum ich das nicht abgebrochen habe, ich war gestern nämlich wirklich traurig weil Du betroffen warst, dass ich es nicht abgebrochen habe. Was für ein beschissener Gedankenteufelskreis ist das denn?

Als ich da so lag, von Dir weggedreht, nicht in der Lage Dir in´s Gesicht zu sehen oder zu sprechen – da wusste ich gerade wirklich nicht was ich machen soll. Danke, dass Du nicht mit mir gesprochen hast weil ich es in dem Moment wirklich nicht ertragen hätte Deine RL Stimme zu hören. Ich war so berührt, so erschüttert irgendwie dass ich an gar nichts denken konnte. Sonst wäre ich auch nicht gleich eingeschlafen als ich in´s Bett gegangen bin. Auch hier, danke, dass Du mitgekommen bist.

Warum habe ich es also nicht abgebrochen? 

Ich habe gestern gesagt, ich hatte Angst etwas kaputt zu machen. Zwischen uns. Als hätte ich in dem Moment wo ich es sage, gleichzeitig gezeigt, dass ich es überhaupt nicht will. Da ist eine große Ambivalenz für mich da. Ich verstehe ja, dass es für uns beide Regeln gibt und zurecht erwartest Du, dass ich meine auch einhalte. Es ist für mich als Mensch auch sehr nachvollziehbar wenn Du sagst „Ich will Dir nicht wehtun“, in RL schmunzeln wir, ich nenne Dich grinsend einen Lügner. Aber ich weiß schon was Du meinst. Aber unter Dir kann ich generell mit Deiner Besorgnis nicht umgehen, da will ich mich hingeben, zerfließen, Dir gehören, für Dich da sein. Und darum fällt es mir RL leicht, zu sagen, dass ich weiss was ich machen muss damit Du aufhörst. Und ja, ich weiss, dass „Hör auf“, „Stop“ und „Nein“ nicht dazu gehören. Aber es fällt mir vieltausendmal schwerer wenn wir nicht RL sind.

Am Sonntag habe ich vllt. auch doch auf den Kick gewartet, wie als wenn man einfach weiter isst in der Hoffnung, dass es doch noch richtig lecker wird und man danach satt und zufrieden ist. Hat nicht geklappt. Weder für Dich, noch für mich.

Es ist für mich selbst auch erstaunlich, ehrlich gesagt. Aber es macht mir keine Angst, falls Du das denken solltest. Ich hoffe eigentlich eh immer, dass Du weisst was genug ist, was ich brauche, wie viel und wie lange ich was brauche. Aber ich weiss natürlich auch, dass Du nur ein Mensch bist und nicht immer alles wissen kannst obwohl Du schon so viel über mich weisst und ich verspreche Dir, mehr auf mich zu hören und zu versuchen, dass sowas nicht mehr passiert.

Ich küsse Deine Hände.

K.