Einhörner & Sex

Wer Glitzer gut findet, der findet Einhörner gut. Und wer Einhörner gut findet und Glitzer ebenso, der ist eigentlich nicht mehr so weit von Sex entfernt. Warum ist das so? Ich könnte mir vorstellen, dass es viel mit Fantasie zu tun hat – auch mit Tabus, Märchenwelten in die man abtauchen will.

Das Horn des Einhorns kann natürlich als Phallus verstanden werden, früher hat man den Zahn des Narwals für ein Einhorn gehalten, es war ein mystischer und seltener Gegenstand mit dem Paläste verziert worden sind.

Wenn man mehr Glitzer in sein Sexleben lässt öffnet man sich für neue Erfahrungen, Horizonterweiterung hört auch beim Regenbogen noch lange nicht auf.

Gedanken zum atmen

Deine Hände an meinem Hals, Du streichelst mir das Gesicht, ich lege mich rein. Hart drehst Du mich auf den Rücken, ich seufze, stöhne leise vor mich hin.
Ich will nach Dir greifen – Du umschließt bestimmt meine Handgelenke und drehst mir schnell die Hände weg. Ich bäume mich auf, wehre mich, Du packst härter zu und ich meinem Kopf seufzt alles nur noch.
Du kniest über mir, ich blicke Dich herausfordernd an. Schwer atmend. Ernst und streng schaust Du mir ins Gesicht, Du spielst mit mir, Du lässt mich warten, zappeln. Du kniest Dich auf meine Unterarme, sie schmerzen, drücken sich gegen die Matratze die sich hart und heiss anfühlt.
„Was brauchst Du?“ flüsterst Du. Du blickst mich an, so intensiv, Du guckst in mich rein und ich könnte weinen. Ich kann nur atmen, Deine rechte Hand an meinem Hals, mit deiner linken ziehst Du an meiner Brustwarze.
„Mhm?“ Auffordernd und herausfordernd blickst Du mich an. Ich würde mich gerne manchmal mit Deinen Augen sehen. „Mehr? Willst du mehr?“ Ich kann nicht antworten, denn Du drückst zu. Mit einer Hand, mit beiden Händen. Verlagerst Dein Gewicht auf meinen schmerzenden Handgelenken – ich seufze, ächze, vielmehr noch ich stöhne, ich werde so nass – auch mein Kopf schwimmt.
Mein Herz hämmert, es dröhnt in mir, ich atme flach, schnell – wie ein Kolibri mit den Flügeln schlägt. Und immer lässt Du los, ich weiß es, ich vertraue Dir, so hart Du zudrückst, so lange Du mich fixierst, so sehr weiß ich, dass Du mir niemals schaden würdest. Du forderst mich, jedes Mal, Du ziehst mich aus so nackt wie ich noch nie vor jemandem war. Es ist kein Platz Scham, weil mein Denken auf meine Luft fokussiert ist. Atmen ist alles was ich denken kann, ich atme wenn Du mich atmen lässt. Wenn Deine Hände meine Kehle loslassen oder von meinen Lippen gleiten, wenn Du Dich zu mir runterbeugst, hektisch ziehe ich noch die Luft ein und Du küsst mich voller Sanftheit und ganz ruhig während mein Puls nur langsam ruhiger wird.